Kriminalität und Strafprozesse in der nichtfiktionalen Literatur Volkspolens
摘要
Der Beitrag untersucht die Darstellung von Kriminalität und Strafprozessen in der nichtfiktionalen Literatur Volkspolens. In den Fokus rückt dabei – neben Formen wie dem Gerichtsfeuilleton und der Erinnerungsliteratur – insbesondere das Genre der Gerichtsreportage, da diese im sozialistischen Polen in besonderer Weise und Intensität die dem Pitaval originär zugrundeliegende Thematik aufgreift. Der Beitrag konzentriert sich auf Publikationen u.a. von Wanda Falkowska, Krystyna Golańska, Maria Osiadacz und Barbara Seidler und erkundet an ihrem Beispiel die Grenzen zwischen Pitaval und Gerichtsreportage: Während der Schwerpunkt der Pitavale auf dem Verbrechen selbst, seiner Aufdeckung, dem Tathergang sowie dem Täter liegt und im Gerichtsprozess gipfelt, stellt die Augenzeugenschaft des Autors vor Gericht das Grundprinzip der Gerichtsreportage dar. Die Prozessmaxime der Öffentlichkeit kann so als Ausgangspunkt der Gerichtsreportage angesehen werden.