Der Wert von Fischereirechten und -anlagen beruht auf den dort lebenden Fischen. Deren Erhaltung in der Natur ist gesellschaftliches Ziel, dem eine geregelte Nutzung aber nicht entgegensteht. Vor allem in Fließgewässern sind viele Fischarten trotz umfassender gesetzlicher Schutzbestimmungen durch Lebensraumveränderung gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Regional führt der Schutz von Predatoren (Kormoran, Fischotter) zur Bedrohung natürlicher Bestände sowie der traditionellen Teichwirtschaft. Die Struktur der deutschgen Binnenfischerei ist gekennzeichnet durch wachsende Bedeutung der Angelfischerei, während die Zahl der Berufsfischer sowie die Produktion von Karpfen und Forellen rückläufig sind. Grundlage des Fischertrags sind natürliche, vernetzte aquatische Lebensgemeinschaften. Ihre Bedeutung wird unter besonderer Berücksichtigung des Phosphateintrags kurz dargestellt. Auf Beeinträchtigung der Reproduktionsmöglichkeiten etlicher Arten wird hingewiesen, mit dem Focus auf Biotopschutz. Weiter erfolgt eine Beschreibung von Möglichkeiten und Methoden der Ertragsschätzung in freien Gewässern sowie ein kritische Diskussion zu deren ökonomischer Bewertung. Erträge von Kapfenteichen kann der Bewirtschafter in weiten Grenzen steuern doch aus wirtschaftlichen Gründen überwiegen extensive Haltungsformen. Die Produktion von Forellenanlagen, bezogen auf das verfügbare Wasser, ist ganz wesentlich von der vorhandenen Technik bestimmt. Kontinuierlicher Betrieb durch Entnahme marktreifer Fische und Nachbesatz ist wirtschaftlich vorteilhaft. Die Steuerung des Fischaufkommens durch Besatzmaßnahmen und die damit verbundenen Probleme werden diskutiert.

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Fische in Binnengewässern

  • Christian Proske

摘要

Der Wert von Fischereirechten und -anlagen beruht auf den dort lebenden Fischen. Deren Erhaltung in der Natur ist gesellschaftliches Ziel, dem eine geregelte Nutzung aber nicht entgegensteht. Vor allem in Fließgewässern sind viele Fischarten trotz umfassender gesetzlicher Schutzbestimmungen durch Lebensraumveränderung gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Regional führt der Schutz von Predatoren (Kormoran, Fischotter) zur Bedrohung natürlicher Bestände sowie der traditionellen Teichwirtschaft. Die Struktur der deutschgen Binnenfischerei ist gekennzeichnet durch wachsende Bedeutung der Angelfischerei, während die Zahl der Berufsfischer sowie die Produktion von Karpfen und Forellen rückläufig sind. Grundlage des Fischertrags sind natürliche, vernetzte aquatische Lebensgemeinschaften. Ihre Bedeutung wird unter besonderer Berücksichtigung des Phosphateintrags kurz dargestellt. Auf Beeinträchtigung der Reproduktionsmöglichkeiten etlicher Arten wird hingewiesen, mit dem Focus auf Biotopschutz. Weiter erfolgt eine Beschreibung von Möglichkeiten und Methoden der Ertragsschätzung in freien Gewässern sowie ein kritische Diskussion zu deren ökonomischer Bewertung. Erträge von Kapfenteichen kann der Bewirtschafter in weiten Grenzen steuern doch aus wirtschaftlichen Gründen überwiegen extensive Haltungsformen. Die Produktion von Forellenanlagen, bezogen auf das verfügbare Wasser, ist ganz wesentlich von der vorhandenen Technik bestimmt. Kontinuierlicher Betrieb durch Entnahme marktreifer Fische und Nachbesatz ist wirtschaftlich vorteilhaft. Die Steuerung des Fischaufkommens durch Besatzmaßnahmen und die damit verbundenen Probleme werden diskutiert.