Die ökologische Lebenskunst von Corine Pelluchon nimmt ihren Ausgang vom Körper und vom Anderen. Sie plädiert für einen Schemawechsel von der Herrschaft über das Lebendige zur Wertschätzung des Lebendigen. Dieser Wechsel betrifft sechs Dimensionen: die Bedeutung des kollektiven Imaginären, die Phänomenologie der Ernährung, die Existenzialität des Wohnens, den Wert der Gastfreundschaft, die Gerechtigkeit gegenüber den Tieren und die Verantwortung gegenüber den zukünftigen Generationen. Pelluchon rückt in den Mittelpunkt, wovon wir leben, indem sie auf die eigene Vulnerabilität sowie auf die konstitutive Abhängigkeit von anderen Lebewesen und Lebensformen hinweist. Und sie verweist in der Verbindung von Selbstsorge, Sorge um den Anderen und Sorge um die Welt auf die Bedeutung der Liebe zum Leben.

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Corine Pelluchon: Das Zeitalter des Lebendigen. Eine neue Philosophie der Aufklärung (2021)

  • Jörg Zirfas

摘要

Die ökologische Lebenskunst von Corine Pelluchon nimmt ihren Ausgang vom Körper und vom Anderen. Sie plädiert für einen Schemawechsel von der Herrschaft über das Lebendige zur Wertschätzung des Lebendigen. Dieser Wechsel betrifft sechs Dimensionen: die Bedeutung des kollektiven Imaginären, die Phänomenologie der Ernährung, die Existenzialität des Wohnens, den Wert der Gastfreundschaft, die Gerechtigkeit gegenüber den Tieren und die Verantwortung gegenüber den zukünftigen Generationen. Pelluchon rückt in den Mittelpunkt, wovon wir leben, indem sie auf die eigene Vulnerabilität sowie auf die konstitutive Abhängigkeit von anderen Lebewesen und Lebensformen hinweist. Und sie verweist in der Verbindung von Selbstsorge, Sorge um den Anderen und Sorge um die Welt auf die Bedeutung der Liebe zum Leben.