Woher kommt die kosmische Strahlung?
摘要
Wir sind es heute gewohnt, den Kosmos durch die unterschiedlichsten „Beobachtungsfenster“ zu sehen. Kosmische Objekte werden uns einmal so gezeigt, wie sie in sichtbarem Licht aussehen, ein andermal so, wie sie sich im Infrarotbereich darstellen, und ein drittes Mal vielleicht so, wie Radioastronomen sie aufzeichnen. Jedes dieser Bilder enthüllt uns verschiedene Aspekte des betreffenden Objekts, und alle zusammengenommen erlauben uns ein tieferes Verständnis der Prozesse, die in seinem Innern ablaufen. Die Astronomen nennen die Kombination aller Wellenlängenbereiche der elektromagnetischen Strahlung „Multiwellenlängen-Astronomie“. Diese Methode hat schon einen beeindruckenden Siegeszug zurückgelegt. Jedes Mal, wenn Teleskope für einen neuen Wellenlängenbereich zur Verfügung standen und damit ein neues Beobachtungsfenster eröffnet wurde, ergänzte man damit nicht nur das Bild bekannter Objekte, sondern stieß in vielen Fällen auf Phänomene, die vorher völlig unbekannt waren. Messungen im Submillimeterbereich haben uns z. B. erstmalig die Welt kalter Gaswolken erschlossen. Durch Radioastronomen haben wir gelernt, dass es so etwas wie Pulsare und Quasare gibt – das eine wahnwitzig schnell rotierende Neutronensterne, das andere die Kerne sogenannter aktiver Galaxien. Beide Phänomene befanden sich nicht im Entferntesten auf der Einkaufsliste der Forscher. Beides waren Entdeckungen aus heiterem Himmel – und auf beides werde ich später noch genauer zu sprechen kommen. Ein anderes Beispiel sind superheiße Sterne, deren Bild sich erst im Röntgenbereich entfaltet. Die Liste ließe sich leicht fortsetzen …