Wenn Sie bereits Kinder haben, wissen Sie es ganz genau. Inkonsequentes Handeln der Eltern führt dazu, dass die Puppen auf den Tischen tanzen. Und aus Kindern werden Erwachsene, aber, sind wir bitte ehrlich, auch hier zeigt sich bei inkonsequentem Handeln durch Führungskräfte, dass im Team oft Verwirrung und Unsicherheit entstehen. Mitarbeitende wissen nicht, woran sie sind. Heute gelten bestimmte Regeln oder Erwartungen, morgen werden sie ignoriert oder anders ausgelegt. Oder, im schlimmsten Fall, es gibt überhaupt keine Regeln, Erwartungen und Co. Das sorgt dafür, dass sich Strukturen aufweichen und Vertrauen in die Führung schwindet. Entscheidungen erscheinen willkürlich, Zusagen sind wenig verlässlich. Manche Teammitglieder reagieren mit Rückzug, andere beginnen, eigene Wege zu gehen, weil sie keinen klaren Rahmen mehr erkennen. Inkonsequenz öffnet auch Tür und Tor für Ungerechtigkeit: Was für den einen gilt, muss für den anderen nicht gelten. Das fördert Rivalität, Misstrauen und Resignation. Insgesamt leidet die Verbindlichkeit, im Verhalten, in der Kommunikation, in der Zusammenarbeit. Die Leistungsbereitschaft nimmt parallel dazu ab, nicht selten auch der Respekt vor der Führungskraft. Und eine negative Spirale ist in Gang gesetzt. Kurz gesagt: Inkonsequenz erzeugt Orientierungslosigkeit, untergräbt Autorität und gefährdet langfristig die Kultur des Teams. Wichtig: Konsequenz bedeutet nicht Aggressivität. Sie müssen nicht laut sein, Sie müssen nicht schreien, Sie müssen kein aggressives Verhalten an den Tag legen. Es geht um eine klare Verbindlichkeit, und die kann man auch ruhig formulieren. Aber, man sollte sie formulieren und auf deren „Einhaltung“ bestehen und deren Erfüllung überprüfen.

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Prinzip 4: Konsequenz – Klarheit und Orientierung geben

  • Sascha B. Dehn

摘要

Wenn Sie bereits Kinder haben, wissen Sie es ganz genau. Inkonsequentes Handeln der Eltern führt dazu, dass die Puppen auf den Tischen tanzen. Und aus Kindern werden Erwachsene, aber, sind wir bitte ehrlich, auch hier zeigt sich bei inkonsequentem Handeln durch Führungskräfte, dass im Team oft Verwirrung und Unsicherheit entstehen. Mitarbeitende wissen nicht, woran sie sind. Heute gelten bestimmte Regeln oder Erwartungen, morgen werden sie ignoriert oder anders ausgelegt. Oder, im schlimmsten Fall, es gibt überhaupt keine Regeln, Erwartungen und Co. Das sorgt dafür, dass sich Strukturen aufweichen und Vertrauen in die Führung schwindet. Entscheidungen erscheinen willkürlich, Zusagen sind wenig verlässlich. Manche Teammitglieder reagieren mit Rückzug, andere beginnen, eigene Wege zu gehen, weil sie keinen klaren Rahmen mehr erkennen. Inkonsequenz öffnet auch Tür und Tor für Ungerechtigkeit: Was für den einen gilt, muss für den anderen nicht gelten. Das fördert Rivalität, Misstrauen und Resignation. Insgesamt leidet die Verbindlichkeit, im Verhalten, in der Kommunikation, in der Zusammenarbeit. Die Leistungsbereitschaft nimmt parallel dazu ab, nicht selten auch der Respekt vor der Führungskraft. Und eine negative Spirale ist in Gang gesetzt. Kurz gesagt: Inkonsequenz erzeugt Orientierungslosigkeit, untergräbt Autorität und gefährdet langfristig die Kultur des Teams. Wichtig: Konsequenz bedeutet nicht Aggressivität. Sie müssen nicht laut sein, Sie müssen nicht schreien, Sie müssen kein aggressives Verhalten an den Tag legen. Es geht um eine klare Verbindlichkeit, und die kann man auch ruhig formulieren. Aber, man sollte sie formulieren und auf deren „Einhaltung“ bestehen und deren Erfüllung überprüfen.