Vilém Flusser hat eines der bedeutendsten Konzepte der Medienphilosophie im zwanzigsten Jahrhundert hervorgebracht, und er hat sich seit seinen frühesten Schriften immer wieder mit der Rolle der Massenkultur beschäftigt. Auch in Werken, die auf den ersten Blick damit nichts zu tun zu haben scheinen, wie z. B. Die Geschichte des Teufels und Sprache und Wirklichkeit, tauchen Stellen auf, die die Medien und ihre Wirkungen aufs menschliche Bewusstsein, wenngleich indirekt, adressieren. Die folgende Darstellung von Flussers medienphilosophischen Überlegungen geht von seinen frühen Schriften aus; sie bezieht auch Texte ein, die bislang nur auf Portugiesisch publiziert wurden, und sie versucht, das herauszuarbeiten, was man gleichsam als medienphilosophischen Generalbass bezeichnen kann, der sich durch Flussers Werk zieht. Der Lücken und Kurzschlüssen dieses Versuchs ist sich der Verfasser durchaus bewusst; wenn die skizzenhafte Darstellung der medientheoretischen Hauptgedanken in Flussers Philosophie jedoch dazu dient, dass die Leser diese besser kennenlernen möchten, glaubt er sich legitimiert.

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Vilém Flussers Medienphilosophie als Theorie rational-magisch kodierter Medienkultur

  • Rodrigo Duarte

摘要

Vilém Flusser hat eines der bedeutendsten Konzepte der Medienphilosophie im zwanzigsten Jahrhundert hervorgebracht, und er hat sich seit seinen frühesten Schriften immer wieder mit der Rolle der Massenkultur beschäftigt. Auch in Werken, die auf den ersten Blick damit nichts zu tun zu haben scheinen, wie z. B. Die Geschichte des Teufels und Sprache und Wirklichkeit, tauchen Stellen auf, die die Medien und ihre Wirkungen aufs menschliche Bewusstsein, wenngleich indirekt, adressieren. Die folgende Darstellung von Flussers medienphilosophischen Überlegungen geht von seinen frühen Schriften aus; sie bezieht auch Texte ein, die bislang nur auf Portugiesisch publiziert wurden, und sie versucht, das herauszuarbeiten, was man gleichsam als medienphilosophischen Generalbass bezeichnen kann, der sich durch Flussers Werk zieht. Der Lücken und Kurzschlüssen dieses Versuchs ist sich der Verfasser durchaus bewusst; wenn die skizzenhafte Darstellung der medientheoretischen Hauptgedanken in Flussers Philosophie jedoch dazu dient, dass die Leser diese besser kennenlernen möchten, glaubt er sich legitimiert.