Medialität und Heteronomie. Reflexionen über das Botenmodell als Ansatz einer Medienphilosophie
摘要
Die philosophische Reflexion der Medien ist für die Philosophie ein Randproblem. Ihre Kernbereiche (Philosophie des Geistes und der Sprache, Erkenntnis‐ und Wissenschaftstheorie, von Ontologie und Metaphysik ganz zu schweigen) bleiben von medientheoretischen Fragestellungen weitgehend unberührt. Die geisteswissenschaftlichen Disziplinen erörterten seit dem letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts intensiv die mediale Verfasstheit ihrer textuellen, bildlichen, musikalischen Gegenstände und Medienreflexionen erhielten ein akademisches ‚Heimatrecht‘. Doch an der Philosophie scheint diese ‚medienkritische Wende‘ merkwürdig spurlos vorbei gegangen zu sein. (Medienphilosophisch als ‚Handbücher‘ relevant, doch kaum rezipiert in der Philosophie: Krämer 1998; Lagaay u. Lauer 2004; Mersch 2006; Münker et al. 2003; Sandbothe u. Nagl 2005.) Warum tut sich die Philosophie so schwer mit medienkritischen Fragen?