Kooperation ist als Kern menschlicher Sozialität zu verorten. Dies wurde hier mit Blick auf den Rahmen der Strukturellen Rationalität auch jenseits der orthodoxen ET/ ST-Annahmen vorgenommen. Zentraler Beitrag is eine doppelte Abschwächung des orthodoxen Konzepts gemeinsamen Wissens hin zu geteilten Informationen aus typischen Ereignissen, wodurch kooperative Präferenzen situativ emergieren können, ohne Ethos oder Modi-Wechsel. So entsteht ein dynamischer Ansatz gradueller Kooperation, der auch schwache Fälle berücksichtigt und in voller Kooperation als Konsens zweiter Ordnung zugleich das Switch-Problem abmildert. Die gewonnen Einsichten gehen mit Kosten für die orthodoxe ST einher, sind jedoch nötig, um alltagsnahe Kooperationsphänomene abzubilden.

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  • Anna-Vanadis Faix

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Kooperation ist als Kern menschlicher Sozialität zu verorten. Dies wurde hier mit Blick auf den Rahmen der Strukturellen Rationalität auch jenseits der orthodoxen ET/ ST-Annahmen vorgenommen. Zentraler Beitrag is eine doppelte Abschwächung des orthodoxen Konzepts gemeinsamen Wissens hin zu geteilten Informationen aus typischen Ereignissen, wodurch kooperative Präferenzen situativ emergieren können, ohne Ethos oder Modi-Wechsel. So entsteht ein dynamischer Ansatz gradueller Kooperation, der auch schwache Fälle berücksichtigt und in voller Kooperation als Konsens zweiter Ordnung zugleich das Switch-Problem abmildert. Die gewonnen Einsichten gehen mit Kosten für die orthodoxe ST einher, sind jedoch nötig, um alltagsnahe Kooperationsphänomene abzubilden.