Im vorherigen Kapitel wurden einige der wichtigsten alternativen Ansätze vor dem Hintergrund des Kooperationsdilemmas innerhalb der ST analysiert und einander gegenübergestellt. Dabei zeigte sich v. a. der Ansatz des Wir-Modus von Tuomela (2007) als sehr funktional und  die strukturelle Rationalität nach Nida-Rümelin (2001) als vielversprechend. In diesem Kapitel sollen die offenen Fragen der Kooperation mit Fokus auf die strukturelle Rationalität geschärft werden. Ausgangspunkt ist, dass SR im Gegensatz zum Wir-Modus ohne Ethos und Präferenztransformation auskommt. Das Kapitel zeigt erstens, dass jedoch der bloße Rekurs auf deontologische Präferenzen die relationale Struktur kooperativer Intentionen nicht trägt. Zweitens verortet es die SR in der Debatte kollektiver Intentionalität und arbeitet heraus, dass die SR die rationale Auszeichnung kooperativer Lösungen im GD nicht allein mit wechselseitigen individuellen Intentionen auf Basis der orthodoxen Konzeption gemeinsamen Wissens leisten kann. Drittens motiviert es jedoch eine schwache Form der Kooperation (jenseits starker Gruppenbindungen) zu integrieren, die die SR ermöglicht.

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Kooperation in der strukturellen Rationalität – Probleme und Chancen

  • Anna-Vanadis Faix

摘要

Im vorherigen Kapitel wurden einige der wichtigsten alternativen Ansätze vor dem Hintergrund des Kooperationsdilemmas innerhalb der ST analysiert und einander gegenübergestellt. Dabei zeigte sich v. a. der Ansatz des Wir-Modus von Tuomela (2007) als sehr funktional und  die strukturelle Rationalität nach Nida-Rümelin (2001) als vielversprechend. In diesem Kapitel sollen die offenen Fragen der Kooperation mit Fokus auf die strukturelle Rationalität geschärft werden. Ausgangspunkt ist, dass SR im Gegensatz zum Wir-Modus ohne Ethos und Präferenztransformation auskommt. Das Kapitel zeigt erstens, dass jedoch der bloße Rekurs auf deontologische Präferenzen die relationale Struktur kooperativer Intentionen nicht trägt. Zweitens verortet es die SR in der Debatte kollektiver Intentionalität und arbeitet heraus, dass die SR die rationale Auszeichnung kooperativer Lösungen im GD nicht allein mit wechselseitigen individuellen Intentionen auf Basis der orthodoxen Konzeption gemeinsamen Wissens leisten kann. Drittens motiviert es jedoch eine schwache Form der Kooperation (jenseits starker Gruppenbindungen) zu integrieren, die die SR ermöglicht.