Die Madonna als Beschützerin des Wegs
摘要
Das Gedicht folgt einem in der Abfolge von „Progress“ und „Regress“ bzw. von „Entstehen“ und „Vergehen“ dialektisch strukturierten Erkenntnisweg, in dem die Extreme im Weltverhältnis des Ichs in einem mittleren Maß ausgeglichen werden. Diesem zu einem „Maas“ führenden Erkenntnisgang folgt der „läuternde“ Abbau der Affekte, der sich im „Wechsel der Töne“ vollzieht. Geleitet wird die sich im Gedicht vollziehende „Versöhnung“ vom Madonnengeist, der regressive Wirklichkeit und progressives Ideal sich bis zum Höhepunkt des Gedichts angleichen lässt. Hier kommt das Ich in einer den klassischen Stand der Ruhe dynamisierenden Pendelbewegung zwischen Progression und Regression zu der die Tragik überwindenden Einsicht, dass es seinen Glücksanspruch erhaben aufgeben und seine neue Dichtung der Menschheit widmen muss. In dieser Erkenntnis gründet sich die Hoffnung auf zukünftige Wirkung einer bescheideneren Dichtung, die „Wachstum“ und damit Freiheit verheißt.