Rezensionen
摘要
Als homo sui generis wurde Kleist lange Zeit wahrgenommen und daher weniger im Kontext seiner literarischen und philosophischen Bezugsgrößen gelesen als andere kanonische Autoren der Zeit um 1800. Das änderte sich in der Forschung der letzten Jahre. Mit dem Schwerpunkt zu Kleist und Shakespeare im ›Kleist-Jahrbuch‹ 2017 wurde hier eine wichtige Lücke geschlossen: Von der Komik bis zur Tragik, von der brieflichen Erwähnung bis zum Geniekult zeigten die Beitragenden wesentliche Verbindungslinien auf und verorteten Kleist in der Shakespeare-Rezeption um 1800. Die von Anne Fleig 2017 bereits ausgezogene Linie Shakespeare – Schiller – Kleist führte zu einem weiteren wichtigen Schwerpunkt im ›Kleist-Jahrbuch‹ 2019: Kleist und Schiller.