Einleitung
摘要
Weltweit werden die Auswirkungen des Klimawandels zunehmend deutlicher spürbar. Längst handelt es sich nicht mehr bloß um abstrakte, in weiter Zukunft liegende Gefahrenszenarien. In der Staatengemeinschaft herrscht ein grundsätzlicher Konsens darüber, dass einer weiteren Verschärfung der globalen Klimakrise effektiv entgegengesteuert werden muss. Doch bislang werden die Staaten dem dringenden Handlungsbedarf nicht gerecht. Einige Jahre nach Inkrafttreten des Pariser Klimaabkommens, in dem sich 195 Staaten zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen zur Erreichung des 2° C- idealerweise 1,5 °C-Ziels verpflichtet haben, wird das Defizit eines fehlenden effektiven Durchsetzungsmechanismus immer offensichtlicher. So rückt die Frage nach alternativen Wegen, diese Lücke zu schließen und die Vertragsstaaten dennoch zur Einhaltung ihrer Zusagen durch eine tatsächlich ambitionierte CO2-Emissionsreduktion zu verpflichten, in den Vordergrund. Zuletzt haben die ersten erfolgreichen sogenannten Klimaklagen eine Möglichkeit aufgezeigt, um die Verantwortlichen – in erster Linie Staaten, zunehmend aber auch Unternehmen – zu emissionsreduzierendem Verhalten und stärkerem Klimaschutz entsprechend ihrer völkervertraglichen Reduktionszusagen im Sinne des 1,5° C-Ziels anzuhalten. Das (internationale) Menschenrechtsschutzregime könnte zudem dazu geeignet sein, individuelle Rechtsbeeinträchtigungen durch bereits eingetretene Klimawandelfolgen geltend zu machen.