Fehler sind ein allgegenwertiger Bestandteil des medizinischen Berufsalltags. Das Identifizieren und objektive Reflektieren von Fehlern sowie ein sich anschließender Lern- und Vermeidungsprozess bilden hierbei die Grundlagen des Fehlermanagements. Klares Ziel: die Optimierung der Patientensicherheit bleibt oberstes Gebot. Aber auch die Personal- und eigene Mitarbeiterzufriedenheit und die damit verbundene Akzeptanz des Systems spielen eine entscheidende Rolle. Am Arbeitsplatz eines Telenotarztes (TNA) warten besondere Fehlerquellen, die uns als Notärzte und klinisch tätige Ärzte in dieser Form unbekannt vorkommen und somit auch ein besonderes Risiko bergen. Der Verlust von Sinneseindrücken durch das Arbeiten aus der Ferne stellt hierbei eine der zentralen Ursachen für drohende Komplikationen dar, jedoch spielen auch kommunikative und fachliche Aspekte eine entscheidende Rolle. Welche Aufgaben delegiere ich an einen Notfallsanitäter aus einem entfernten Einsatzgebiet, den ich noch nie gesehen habe? Stimmt die Vorstellung eines Patienten in meinem Kopf mit dem wahren Gewicht und Aussehen des Patienten überein? Bemerkt mein Team vor Ort die gleichen klinischen Warnzeichen wie ich sie bemerkt hätte? Ist die Anwendung eines Medikaments sicher, auch wenn am Einsatzort weit von mir entfernt Wechselwirkungen auftreten können?

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Fehlermanagement

  • Alexander Reineke,
  • Lukas Barker

摘要

Fehler sind ein allgegenwertiger Bestandteil des medizinischen Berufsalltags. Das Identifizieren und objektive Reflektieren von Fehlern sowie ein sich anschließender Lern- und Vermeidungsprozess bilden hierbei die Grundlagen des Fehlermanagements. Klares Ziel: die Optimierung der Patientensicherheit bleibt oberstes Gebot. Aber auch die Personal- und eigene Mitarbeiterzufriedenheit und die damit verbundene Akzeptanz des Systems spielen eine entscheidende Rolle. Am Arbeitsplatz eines Telenotarztes (TNA) warten besondere Fehlerquellen, die uns als Notärzte und klinisch tätige Ärzte in dieser Form unbekannt vorkommen und somit auch ein besonderes Risiko bergen. Der Verlust von Sinneseindrücken durch das Arbeiten aus der Ferne stellt hierbei eine der zentralen Ursachen für drohende Komplikationen dar, jedoch spielen auch kommunikative und fachliche Aspekte eine entscheidende Rolle. Welche Aufgaben delegiere ich an einen Notfallsanitäter aus einem entfernten Einsatzgebiet, den ich noch nie gesehen habe? Stimmt die Vorstellung eines Patienten in meinem Kopf mit dem wahren Gewicht und Aussehen des Patienten überein? Bemerkt mein Team vor Ort die gleichen klinischen Warnzeichen wie ich sie bemerkt hätte? Ist die Anwendung eines Medikaments sicher, auch wenn am Einsatzort weit von mir entfernt Wechselwirkungen auftreten können?