Der Beitrag widmet sich dem ambivalenten Verhältnis der Neuen Rechten zur Digitalisierung und digitalen Medien. Mit Blick auf die Zeitschrift Sezession werden zentrale Traditionen und Diskurse der rechten (Medien-)Technik-, Telemedien- und Digitalisierungskritik erschlossen, die einer massiven digitalen Propaganda desselben politischen Milieus paradoxerweise diametral gegenüberstehen. Es zeigt sich, dass die Zeitschrift eine anti-digitale, literaturpolitische Analogkultur propagiert, der diverse intellektualisierende, pädagogische, revolutionäre und eskapistische Funktionen zukommen, aber deren politische Breitenwirksamkeit trotzdem fraglich erscheint.

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„Ich habe nie über mobile Bildschirmgeräte verfügt“. Neurechte Literaturpolitik zwischen Digitalitätskritik und digitaler Propaganda

  • Nicolai Busch

摘要

Der Beitrag widmet sich dem ambivalenten Verhältnis der Neuen Rechten zur Digitalisierung und digitalen Medien. Mit Blick auf die Zeitschrift Sezession werden zentrale Traditionen und Diskurse der rechten (Medien-)Technik-, Telemedien- und Digitalisierungskritik erschlossen, die einer massiven digitalen Propaganda desselben politischen Milieus paradoxerweise diametral gegenüberstehen. Es zeigt sich, dass die Zeitschrift eine anti-digitale, literaturpolitische Analogkultur propagiert, der diverse intellektualisierende, pädagogische, revolutionäre und eskapistische Funktionen zukommen, aber deren politische Breitenwirksamkeit trotzdem fraglich erscheint.