Laut statistischem Bundesamt lag in Deutschland 2021 die durchschnittliche Anzahl an Intensivbetten bei 29,3 auf 100.000 Bewohner:innen. Im Vergleich zu anderen Ländern verweist dies auf ein überdurchschnittliches Angebot, was aus unterschiedlicher Perspektive beleuchtet werden kann. Einerseits zeigt es, dass es sich Deutschland leistet oder leisten kann, möglichst vielen Menschen in hochkomplexen Lebenslagen unabhängig vom Alter und ihren Grunderkrankungen eine intensivmedizinische Behandlung anbieten zu können [1]. Die Ergebnisse der Studie von Karagiannidis et al. zeigen jedoch, dass von allen beatmeten Patientinnen und Patienten im Krankenhaus nahezu die Hälfte dort – trotz hochmoderner intensivmedizinischer Behandlung – verstirbt. Etwas variierend in den Regionen Deutschlands sind die „verschiedenen Altersgruppen von 110 bis 123 [Personen] (18–59 Jahre) bis 1101–1275 [Personen] (>80 Jahre)“ und verdeutlichen die Tatsache, dass überwiegend alte und hochbetagte Menschen beatmet werden. Neben den Zahlen der Mortalität wird die Lebensqualität der betroffenen Personen nach einer Beatmung in dieser Studie jedoch nicht erhoben und diskutiert.

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Pflege zwischen Extremen: Belastungen und ethische Grenzen in der Intensivmedizin

  • Henrikje Stanze

摘要

Laut statistischem Bundesamt lag in Deutschland 2021 die durchschnittliche Anzahl an Intensivbetten bei 29,3 auf 100.000 Bewohner:innen. Im Vergleich zu anderen Ländern verweist dies auf ein überdurchschnittliches Angebot, was aus unterschiedlicher Perspektive beleuchtet werden kann. Einerseits zeigt es, dass es sich Deutschland leistet oder leisten kann, möglichst vielen Menschen in hochkomplexen Lebenslagen unabhängig vom Alter und ihren Grunderkrankungen eine intensivmedizinische Behandlung anbieten zu können [1]. Die Ergebnisse der Studie von Karagiannidis et al. zeigen jedoch, dass von allen beatmeten Patientinnen und Patienten im Krankenhaus nahezu die Hälfte dort – trotz hochmoderner intensivmedizinischer Behandlung – verstirbt. Etwas variierend in den Regionen Deutschlands sind die „verschiedenen Altersgruppen von 110 bis 123 [Personen] (18–59 Jahre) bis 1101–1275 [Personen] (>80 Jahre)“ und verdeutlichen die Tatsache, dass überwiegend alte und hochbetagte Menschen beatmet werden. Neben den Zahlen der Mortalität wird die Lebensqualität der betroffenen Personen nach einer Beatmung in dieser Studie jedoch nicht erhoben und diskutiert.