Thomas Johann Seebeck und seine Frau Juliane (Abb. 7.1) hatten zehn Kinder, von denen acht das Erwachsenenalter erreichten. Mit Ausnahme von Malvine haben alle Geschwister, fünf Schwestern und zwei Brüder, ihren Vater um viele Jahre überlebt. Juliane Seebeck lebte als Witwe noch 30 Jahre. Durch den Tod ihres Mannes am 10. Dezember 1831 und den Wegfall der Besoldung von 2000 Talern im Jahr, die er ab 1. Januar 1819 als ordentliches Mitglied der traditionsreichen Berliner Akademie erhalten hatte und die die hauptsächliche Lebensgrundlage für die Familie bildete, machte sich bei Juliane Seebeck ein spürbarer Verlust an Lebensqualität bemerkbar. Aus dem Nachlass ihres Mannes konnte sie lediglich die Bibliothek für 593 Taler verkaufen, während die physikalischen Versuchsinstrumente keine Kaufinteressenten fanden. Die Witwe musste mit ihren beiden unverheiratet gebliebenen Töchtern Emilie und Adeline in eine kleinere Wohnung ziehen und der rege gesellige Verkehr, der all die Jahre durch das weitreichende Beziehungsgeflecht ihres Mannes gepflegt wurde, schränkte sich zusehends ein. Eine Witwenrente erlaubte ihr einen materiell gesicherten Lebensabend.

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Seebecks Witwe, Kinder, Enkel und Nachfahren

  • Enn Velmre,
  • Manfred Glesner,
  • Cornelius Hasselblatt,
  • Ulrike Müller-Harang

摘要

Thomas Johann Seebeck und seine Frau Juliane (Abb. 7.1) hatten zehn Kinder, von denen acht das Erwachsenenalter erreichten. Mit Ausnahme von Malvine haben alle Geschwister, fünf Schwestern und zwei Brüder, ihren Vater um viele Jahre überlebt. Juliane Seebeck lebte als Witwe noch 30 Jahre. Durch den Tod ihres Mannes am 10. Dezember 1831 und den Wegfall der Besoldung von 2000 Talern im Jahr, die er ab 1. Januar 1819 als ordentliches Mitglied der traditionsreichen Berliner Akademie erhalten hatte und die die hauptsächliche Lebensgrundlage für die Familie bildete, machte sich bei Juliane Seebeck ein spürbarer Verlust an Lebensqualität bemerkbar. Aus dem Nachlass ihres Mannes konnte sie lediglich die Bibliothek für 593 Taler verkaufen, während die physikalischen Versuchsinstrumente keine Kaufinteressenten fanden. Die Witwe musste mit ihren beiden unverheiratet gebliebenen Töchtern Emilie und Adeline in eine kleinere Wohnung ziehen und der rege gesellige Verkehr, der all die Jahre durch das weitreichende Beziehungsgeflecht ihres Mannes gepflegt wurde, schränkte sich zusehends ein. Eine Witwenrente erlaubte ihr einen materiell gesicherten Lebensabend.