Stadt sehen – Stadt schreiben – Stadt werden: digitale und analoge Verschränkungen der produktiven Arbeit mit Kunst- und DaZ-Studierenden
摘要
Die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung, die während der Corona-Pandemie eingeübt werden mussten, können auch nach dieser Zeit noch gewinnbringend eingesetzt und in Verbindung mit den wieder ermöglichten analogen Seminarformen und Begegnungsweisen weiterentwickelt werden. Als Beispiel dafür führt der Aufsatz ein Kooperationsprojekt eines Seminars der Kunstakademie Nürnberg mit einer Seminargruppe des Fachs Deutsch als Zweitsprache an der LMU München an. Vermittelt über digitale Medien beschäftigten sich beide Gruppen mit dem Thema Stadt, indem dieses zur Bearbeitung und Vermittlung produktiver Gestaltungsaufgaben diente. Die Auswertung zeigt, dass die Studierenden hier die Kategorien des Visuellen bei der Kooperation, die Konnektivität der digitalen und analogen Räume neu entdeckten und eine aus beidem resultierende Lebendigkeit des gemeinsamen Lernens ausmachten. Dass für das daraus resultierende Studienprodukt, in dem Arbeiten aus den beiden Seminargruppen zusammengefasst wurden, dann das Medium Papier gewählt wurde, steht dazu nicht im Widerspruch. Denn diese Entscheidung geht auf die intensive, städteübergreifende Kooperation der Seminargruppen zurück und ist so gesehen als die analoge Schnittmenge ihrer digitalen Kommunikationen zu verstehen.