Künstliche Intelligenz als Gegenstand und Instrument des Arbeitsschutzes
摘要
Die technologischen Innovationen der jüngeren Vergangenheit zeichnen sich durch eine zunehmende Frequenz und steigende disruptive Intensität aus. Während der Prozess der Digitalisierung inzwischen Jahrzehnte andauert und auch die Robotertechnologien sich bislang über viele Jahre vergleichsweise langsam entwickeln, erwies sich das Konzept der Industrie 4.0 als schneller und starker Treiber von Veränderungen vorrangig in der industriellen Produktion. Ein Beispiel hierfür ist der sprunghafte Anstieg der innovativen kollaborativen Robotik zwischen den Jahren 2018 bis 2020 (im Mittelwert 33.000 installierte Systeme p. a.) und 2021 bis 2023 (Mittelwert 52.000; IFR 2024). Ausgereiftere digitale Technologien, Software, leistungsstarke Prozessoren und die Verfügbarkeit von immer mehr Daten ermöglichen eine Vernetzung und somit flexiblere Steuerung von Produktionssystemen. Diese Steuerungslogik der Digitalisierung wird auch auf Dienstleistungsprozesse, bspw. in der Logistik, aber auch auf zahlreiche andere betriebliche Anwendungsfelder und verschiedenste Branchen, z. B. das Gesundheitswesen, übertragen. Die grundlegenden Innovationstreiber – Daten, Software, Prozessoren, Vernetzung – erfordern an verschiedenen Stellen funktional entscheidende, KI-basierte, Instanzen, um Informationen wirkungsvoll zu nutzen und Produktions- oder Dienstleistungsprozesse zu optimieren. Die signifikante, intensivierte Nutzung von KI, auch in verschiedenen Berufssegmenten des Dienstleistungssektors, wird in der Befragung DiWaBe 2.0 (Arntz et al. 2025) in einem Logit-Modell ersichtlich.