Arbeitsqualität im Kontext KI-gestützter Arbeitsorganisation
摘要
„Kunden kauften auch …“, „Basierend auf der aktuellen Verkehrslage wird folgende Alternativroute vorgeschlagen …“. In unserem Alltag begegnen wir häufig Empfehlungen, die auf algorithmischen Entscheidungen beruhen. Hochentwickelte Algorithmen, die basierend auf enormen Datenmengen in der Lage sind, ihre Entscheidungen anzupassen und menschliche Fähigkeiten wie Lernen, Planen und Kreativität imitieren, werden als Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet (vgl. European Commission 2025). Solche Anwendungen halten auch zunehmend in der Arbeitswelt Einzug und können unter anderem dazu genutzt werden, Arbeitsprozesse oder arbeitsorganisatorische Aspekte zu steuern. So kann z. B. die Erstellung von Schichtplänen, die Zusammenstellung von Arbeitsaufträgen und auch die Steuerung von Leistungsvorgaben von KI-Systemen gestützt werden. Während auf der einen Seite das Versprechen von mehr Effizienz, objektiven Entscheidungen und optimaler Ressourcennutzung steht, bleibt auf der anderen Seite die Frage, was dies für Beschäftigte und ihre Arbeitsqualität bedeutet. Sinken Autonomie und Partizipationsmöglichkeiten, wenn eine KI-gestützte Arbeitsorganisation vorliegt? Oder eröffnen sich neue Spielräume für Flexibilität? Es kann davon ausgegangen werden, dass KI-gestützte Arbeitsorganisation nicht nur verändert, wer Entscheidungen trifft, sondern auch wie Arbeit erlebt wird.