Genealogie in neuem Gewand – Rezension und didaktische Reflexion zu Matthieu Queloz: The Practical Origins of Ideas. Genealogy as conceptual reverse-engineering. Oxford UniversityPress 2021.
摘要
Was haben David Hume, Friedrich Nietzsche, Bernard Williams, Edward Craig und Miranda Fricker gemeinsam? Ein D im Vornamen! Fein. Noch etwas? Eine philosophische Methode namens Pragmatische Genealogie! Das meint jedenfalls Matthieu Queloz in seiner Monografie The Practical Origins of Ideas – Genealogy as conceptual reverse-engineering. Der Titel könnte nicht nur Philosoph:innen, sondern auch Philosophiedidaktiker:innen ansprechen, die sich fragen, warum wir uns in unserem Fach für den Ursprung philosophischer Ideen interessieren sollten. Und genau darum geht es auch. Queloz’ Antwort lautet in Kurzform: Weil wir eine bestimmte Idee nur dann adäquat verstehen können, wenn wir einerseits rekonstruieren, was Menschen überhaupt veranlasst haben könnte, diese Idee einzuführen, und andererseits, wie sich die Idee in Abhängigkeit von den soziohistorischen Umständen verändert hat oder hätte verändern können. Diese Aufgabe sollen Pragmatische Genealogien erfüllen.