David Lodge: Changing Places (1975), Small World (1984), Nice Work (1988)
摘要
„Der deutsche Gelehrte hält die Bücher zu lange offen, und der Engländer macht sie zu früh zu. Beides hat indessen in der Welt seinen Nutzen“, heißt es in Lichtenbergs Sudelbüchern (Lichtenberg 1994, 168). David Lodge (1935–2025) hat den britischen Campusroman modernisiert, ja „revolutioniert“ (Wilm 2025) und für das Genre in Deutschland salonfähig gemacht. Ohne diesen „Meister des Campus-Romans“ (Wiele 2025), der zugleich Romanautor war und eine Reihe brillanter Essays über akademische Literaturkritik geschrieben hat (z. B. Lodge 1990), wäre der Einfluss seiner Campus-Trilogie auf deutsche Professorenromane, z. B. auf Martin Walsers Brandung (1985), kaum erklärbar (vgl. Mews 1989, 713; Hallett 2025). Lodges Trilogie besteht aus den Romanen Changing Places (1975, deutsch Ortswechsel), Small World (1984, deutsch Kleine Welt), Nice Work (1988, deutsch Saubere Arbeit); die letzten beiden Romane waren auf der Shortlist für den Booker Prize nominiert, Nice Work wurde, mit einem Drehbuch von Lodge, als vierteilige Fernsehserie für die BBC verfilmt. Die deutschen Erstausgaben der Romane, die 1985, 1986 und 1992 erschienen, hat allesamt Renate Orth-Guttmann übersetzt.