Einleitung – Opioide, Wissen und Literatur
摘要
Opioiden ist eine janusköpfige Dichotomie inhärent. Sie sind als Schmerzmittel in der modernen Medizin unabdinglich und in spezifischen Behandlungskonzepten von gesundheitlichemVorteil, besitzen aber ein hohes Abhängigkeitspotenzial und sind als Rauschmittel im Kontext illegaler Drogenproblematiken seit jeher negativ konnotiert. Die vorliegende Arbeit untersucht in einer komparatistisch angelegten Studie literarische Werke, die Opioide thematisieren. Grundlage der Analyse sind die Texte Confessions of an English Opium-Eater (1821/22) von Thomas De Quincey, Junky (1953) und Naked Lunch (1959/1962) von William S. Burroughs sowie Ann Marlowes How to stop time. Heroin from A to Z (1999). Den Forschungskontext für diese Untersuchung bildet eine lebenswissenschaftlich orientierte Literaturwissenschaft mit einer verflechtungsgeschichtlichen Methode, wobei sich die Arbeit mit dem Verhältnis von Literatur und Wissen im Kontext von Literatur als Lebenswissen befasst.