Zielstellung und Probleme der kognitiven Musikwissenschaft
摘要
Wir unternehmen eine Reise durch die Geschichte der kognitiven Musiktheorie. Dieser Ausflug ist geeignet zu verdeutlichen, welche theoretischen Leistungen in den vergangenen Jahrhunderten beim Nachdenken über die Natur der Musik erreicht wurden und wie nahe man an ein tiefes Verständnis musikalischer Mechanismen bereits gelangen konnte. Besondere Reiseetappen sind dabei die Musiklehre von Schönberg und Eulers Versuch von 1731, eine zahlentheoretisch fundierte Definition des Begriffspaares Konsonanz/Dissonanz zu geben. Außerdem betrachten wir die großen Theorienentwürfe einer physiologischen und psychologischen Musiktheorie, wie sie von Helmholtz und Stumpf entwickelt wurden. Zur Liste der zu untersuchenden Phänomenbereiche gehören die Bestimmung von Tonhöhen einfacher Klänge, die Bestimmung des Grundtons von Akkorden, die Ermittlung von Graden der Konsonanz sowie die kontextabhängige Konstituierung von Ähnlichkeitsrelationen zwischen Tönen und zwischen Akkorden und die Konstituierung von Tonskalen. Weitere betrachtete Phänomenbereiche sind durch die Stichwörter „Stimmführung“ und „Modulation“ gekennzeichnet.