Digitale Textsouveränität. Ein 12-Dimensionen-Modell und seine praktischen Implikationen am Beispiel von ‚Influencer-Marketing‘
摘要
Digitale Textsouveränität bezeichnet die Fähigkeit zum selbstbestimmten Umgang mit digitalen Texten im Kontext funktionaler und personaler fachlicher Bildungsprozesse. In dem Beitrag wird zunächst ein heuristisches 12-Dimensionen-Modell digitaler Textsouveränität vorgestellt, das digitale Texte auf drei Ebenen in den Blick nimmt: Auf der Ebene der Medialität (I.) werden Multi- bzw. Symmedialität (1.), Multimodalität bzw. (Syn)Ästhetik (2.), Kommunikation, Interaktivität und Konnektivität (3.) und Technologie (4.) fokussiert. Auf der Ebene der Semiotik (II.) stehen Semantik (5.), ästhetische Aufmerksamkeit (6.), Idiolekt (7.) und Wissen (8.) im Fokus. Auf der Ebene der Ethik (III.) werden die Intentionalität (9.), der Wert- und Orientierungsrahmen (10.), der Wahrheitsgehalt (11.) und der potenzielle KI-Ursprung (12.) digitaler Texte reflektiert. Anwendungsmöglichkeiten des Modells werden im Anschluss am Beispiel einer digitalen Lern-Umgebung zum Influencer-Marketing veranschaulicht.