6. Zuhören
摘要
Literarische Vortragskunst setzt ein aktives Hören voraus, entsprechend den neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zur Hörwahrnehmung. Im Zuhörer baut sich eine Hörbühne auf, dank derer er die geschilderten Aktionen, Gedanken und Gefühle mitvollziehen kann. Allerdings besteht die Möglichkeit, die Aufmerksamkeit jederzeit vom Spielrahmen auf den Vortragsrahmen umzulenken, vom Dargebotenen auf den Rahmen seiner Darbietung. Wie es scheint, ist diese Wechselmöglichkeit der Aufmerksamkeitsfokussierung eine der wesentlichen Bedingungen des ästhetischen Erlebnisses performativer Künste.