Dass Theatermetaphoriken in der Rechtsphilosophie keineswegs zufällig sind, zeigt Ino Augsberg in seinem Beitrag ausgehend von einem Kant-Zitat. In Augsbergs Lesart entfaltet Kant die Performativität des Gesetzes als ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Bedeutungsdimensionen der zwischen Metapher und Begriff changierenden Rede von der „Vorstellung“: Vernünftige Wesen, so Kant, hätten das Vermögen, „nach der Vorstellung der Gesetze […] zu handeln oder einen Willen“. Der Beitrag zeigt, dass die „Vorstellung“ hier zwar das Rechtshandeln als theatrales Handeln entwirft, das Gesetz also performativ denkt, dabei aber nicht auf Theatralität zu reduzieren ist.

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Nach der Vorstellung

  • Ino Augsberg

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Dass Theatermetaphoriken in der Rechtsphilosophie keineswegs zufällig sind, zeigt Ino Augsberg in seinem Beitrag ausgehend von einem Kant-Zitat. In Augsbergs Lesart entfaltet Kant die Performativität des Gesetzes als ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Bedeutungsdimensionen der zwischen Metapher und Begriff changierenden Rede von der „Vorstellung“: Vernünftige Wesen, so Kant, hätten das Vermögen, „nach der Vorstellung der Gesetze […] zu handeln oder einen Willen“. Der Beitrag zeigt, dass die „Vorstellung“ hier zwar das Rechtshandeln als theatrales Handeln entwirft, das Gesetz also performativ denkt, dabei aber nicht auf Theatralität zu reduzieren ist.