In der Einleitung werden die grundlegenden Fragestellungen und Thesen der Projektarbeit vorgestellt, die den folgenden Beiträgen zugrunde liegen. In Theaterinszenierungen von Gerichtsprozessen wird das Recht diskutiert, kommentiert, kritisiert und in seiner Gemachtheit und Zufälligkeit als Gegenstand und Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse präsentiert. In Gerichtsprozessen hingegen wird Rechtsstaatlichkeit zur Darstellung gebracht, das Recht performt, indem es gesprochen wird und indem es vor einem Publikum zur Aufführung gebracht wird. Während wir im ersten Sammelband Gericht und Theater als Erscheinungsräume des Politischen adressiert haben, fokussieren wir in dieser Weiterführung die jeweiligen Inszenierungspraktiken. Der gemeinsame Ausgangspunkt der hier versammelten Beiträge ist die Beobachtung, dass immer dort, wo das Recht performt wird, sei es im Rahmen realer Prozesse oder fiktionaler Theaterinszenierungen, stets mehr zur Darstellung kommt als ‚nur‘ das Recht.

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Gericht – Theater – Inszenierung: Eine Einleitung

  • Stefan Arnold,
  • Kerstin Wilhelms

摘要

In der Einleitung werden die grundlegenden Fragestellungen und Thesen der Projektarbeit vorgestellt, die den folgenden Beiträgen zugrunde liegen. In Theaterinszenierungen von Gerichtsprozessen wird das Recht diskutiert, kommentiert, kritisiert und in seiner Gemachtheit und Zufälligkeit als Gegenstand und Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse präsentiert. In Gerichtsprozessen hingegen wird Rechtsstaatlichkeit zur Darstellung gebracht, das Recht performt, indem es gesprochen wird und indem es vor einem Publikum zur Aufführung gebracht wird. Während wir im ersten Sammelband Gericht und Theater als Erscheinungsräume des Politischen adressiert haben, fokussieren wir in dieser Weiterführung die jeweiligen Inszenierungspraktiken. Der gemeinsame Ausgangspunkt der hier versammelten Beiträge ist die Beobachtung, dass immer dort, wo das Recht performt wird, sei es im Rahmen realer Prozesse oder fiktionaler Theaterinszenierungen, stets mehr zur Darstellung kommt als ‚nur‘ das Recht.