536 bis 1488: Spätantike Kleine Eiszeit, Hildegard von Bingens Physica, Berggeschrey in Sachsen, Hungerkrisen, Seuchen, wüste Dörfer und Felder, Wiederbewaldung
摘要
Die einschneidende Spätantike Kleine Eiszeit leitet das zweite Kapitel – das erste Zeitkapitel – ein. Sie beginnt im Jahr 536, dauert mehr als einhundert Jahre und führt zu desaströsen Lebensbedingungen in Mitteleuropa. Die überlebenden Menschen nutzen vorrangig Landschaften mit fruchtbaren Böden und einem Lokalklima, das Feldfrüchte noch reifen lässt. Anderswo dehnen sich naturnahe Wälder aus. Im Frühmittelalter folgt unter häufig besseren klimatischen Bedingungen ein zunächst langsames Bevölkerungswachstum, das einen allmählichen Landesausbau mit ausgedehnten Rodungen erforderlich macht. Im Hochmittelalter erzeugt das Bevölkerungswachstum schließlich einen hohen Nutzungsdruck. Im 14. Jahrhundert sind die Menschen gezeichnet von äußerst belastenden Witterungsextremen und zur Jahrhundertmitte durch die Pestpandemie, die massenhaft Menschen tötet. Einige nunmehr menschenarme Landschaften bewalden sich im Spätmittelalter. Die Wälder werden intensiv von bäuerlichen Familien genutzt.