Zwischen Ambition und Realität – Stufenweiser Aufbau eines DesignBuild-Labors an der School of Architecture Bremen
摘要
Durch das an Architekturschulen allgemein etablierte Projektstudium studieren angehende Architekt_innen in der Regel zwar praxisbezogen, kommen mit den realen Folgen ihrer Entwurfsentscheidungen in der Regel jedoch erst mit dem Einstieg in das Berufsleben in Berührung. DesignBuild als Lehrmethode versucht diese Trennung zwischen Theorie und Praxis bereits in der Ausbildung zu überbrücken (Lepik und Bader, Experience in Action. DesignBuild in der Architektur, Edition DETAIL, München, 2020). An der School of Architecture Bremen (SoAB) steht den Lehrenden und Studierenden bislang kein Raum für die Umsetzung von DesignBuild-Projekten zur Verfügung. Um dennoch praxisbezogene Lehre umzusetzen, arbeitet die SoAB daran einen abteilungseigenen Seecontainer schrittweise zum DesignBuild-Labor auszubauen. Der Container soll als mobiles „Basislager“ für die Aufbewahrung von Maschinen, Werkzeuge und Materialien dienen. Gearbeitet werden soll unter realen Baustellenbedingungen unmittelbar vor Ort. Beim stufenweisen Aufbau des DesignBuild-Labors kommt DesignBuild als Lehr- und Lernmethode unmittelbar zum Einsatz: im ersten Schritt haben Studierende der Studiengänge Architektur und Bauingenieurwesen in interdisziplinären Teams mobile und flexible Vordächer entwickelt, die ein witterungsgeschütztes Arbeiten vor dem Container ermöglichen. In einem Folgeseminar wurde einer der Vorschläge von den Studierenden in die Realität umgesetzt. Zwischenzeitlich sind weitere Projekte entstanden, wie beispielsweise modulare Sitz- und Pflanzelemente mit denen Studierende der Architektur, Biologie und der Umwelttechnologie gemeinsam die Aufenthaltsqualität auf dem Campus verbessern wollen.