Kapitel 13 behandelt praxisorientierte Anwendungen der in den vorherigen Kapiteln entwickelten Fahrzeugdynamikmodelle. Im Mittelpunkt steht die Simulation typischer Fahrmanöver zur Beurteilung von Fahrverhalten, Sicherheit und Komfort. Dazu zählen Brems- und Ausweichmanöver, Slalomfahrten, Kreisfahrten sowie Fahrten auf unebenen Straßen. Es wird beschrieben, wie die Versuchsbedingungen definiert werden, einschließlich Anfangsgeschwindigkeiten, Lenkprofilen und Untergrundparametern. Die Simulationsergebnisse – wie Fahrzeugtrajektorien, Radlasten, Reifenkräfte, Nick- und Wankwinkel – dienen zur quantitativen Bewertung des Fahrverhaltens. Dabei kommen standardisierte Testverfahren wie der ISO-Spurwechseltest („moose test“) oder Bremswegmessungen zum Einsatz. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Parameteränderungen, etwa unterschiedlicher Reifensteifigkeiten, Dämpferraten oder Massenverteilungen, und deren Einfluss auf das Fahrverhalten. Solche Sensitivitätsanalysen unterstützen die Optimierung von Fahrzeugkonzepten. Das Kapitel geht auch auf die Nutzung von Simulationsergebnissen für die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen und die virtuelle Absicherung neuer Fahrzeugsysteme ein. Zudem wird die Kombination von Simulation und Fahrversuch zur Modellvalidierung dargestellt. Damit zeigt das Kapitel, wie theoretische Modelle und Simulationsmethoden in der Fahrzeugentwicklung praktisch eingesetzt werden, um Entwicklungszeiten zu verkürzen, Kosten zu reduzieren und die Fahrsicherheit zu erhöhen.

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Ausgewählte Anwendungen

  • Dieter Schramm,
  • Frédéric Etienne Kracht,
  • Philipp Maximilian Sieberg

摘要

Kapitel 13 behandelt praxisorientierte Anwendungen der in den vorherigen Kapiteln entwickelten Fahrzeugdynamikmodelle. Im Mittelpunkt steht die Simulation typischer Fahrmanöver zur Beurteilung von Fahrverhalten, Sicherheit und Komfort. Dazu zählen Brems- und Ausweichmanöver, Slalomfahrten, Kreisfahrten sowie Fahrten auf unebenen Straßen. Es wird beschrieben, wie die Versuchsbedingungen definiert werden, einschließlich Anfangsgeschwindigkeiten, Lenkprofilen und Untergrundparametern. Die Simulationsergebnisse – wie Fahrzeugtrajektorien, Radlasten, Reifenkräfte, Nick- und Wankwinkel – dienen zur quantitativen Bewertung des Fahrverhaltens. Dabei kommen standardisierte Testverfahren wie der ISO-Spurwechseltest („moose test“) oder Bremswegmessungen zum Einsatz. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Parameteränderungen, etwa unterschiedlicher Reifensteifigkeiten, Dämpferraten oder Massenverteilungen, und deren Einfluss auf das Fahrverhalten. Solche Sensitivitätsanalysen unterstützen die Optimierung von Fahrzeugkonzepten. Das Kapitel geht auch auf die Nutzung von Simulationsergebnissen für die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen und die virtuelle Absicherung neuer Fahrzeugsysteme ein. Zudem wird die Kombination von Simulation und Fahrversuch zur Modellvalidierung dargestellt. Damit zeigt das Kapitel, wie theoretische Modelle und Simulationsmethoden in der Fahrzeugentwicklung praktisch eingesetzt werden, um Entwicklungszeiten zu verkürzen, Kosten zu reduzieren und die Fahrsicherheit zu erhöhen.