Fremden Alltag erzählen: Zur kontextabhängigen tellability des Gewöhnlichen und den Fallstricken der Kulturvermittlung in transkulturell rezipierter Literatur
摘要
Der Artikel geht der Frage nach, welchen Einfluss Kontextfaktoren auf Erzählwürdigkeit (tellability) haben, und konzentriert sich dabei auf die Relevanz der historischen und kulturellen Situierung der an der literarischen Kommunikation beteiligten Akteure ‚Autor:in‘ und ‚Leser:in‘. Am Beispiel des indischen Romans in englischer Sprache wird aufgezeigt, dass gerade die Darstellung von Alltäglichem im Kontext eines globalen Buchmarkts zu einem Politikum werden kann, weil sie, vielleicht stärker als andere Elemente einer Geschichte, die kulturelle Situierung eines Textes markiert, welche im postkolonialen Kontext oft zur Streitfrage wird.