Während der Schwangerschaft und der Postpartalperiode können jegliche Formen von psychischen Störungen auftreten. Die Auftretenswahrscheinlichkeit von bestimmten psychischen Störungen ist vor allem in der postpartalen Phase erhöht. So werden beispielsweise bei Frauen mit affektiven Störungen in der postpartalen Phase etwa 3,5× so häufig affektive Episoden (v. a. depressive Episoden) beobachtet wie in der Schwangerschaft (Viguera et al. 2011). Insgesamt kommt es bei etwa 5 % aller Lebendgeburten zu depressiven Störungen. Deutlich seltener kommt es zu postpartalen Psychosen (1–2/1000 Lebendgeburten), diese treten vor allem bei Patientinnen mit bipolaren Störungen auf, aber auch bei Patientinnen mit einer Schizophrenie. Etwa 4 % aller Frauen mit einer postpartalen Psychose töten ihr Kind. Daher ist es wichtig, bei einer postpartalen Psychose immer evtl. vorhandene Gedanken bezüglich Kindstötung zu eruieren.

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Postpartale psychische Störungen

  • Jan Philipp Klein,
  • Eva Margaretha Klein

摘要

Während der Schwangerschaft und der Postpartalperiode können jegliche Formen von psychischen Störungen auftreten. Die Auftretenswahrscheinlichkeit von bestimmten psychischen Störungen ist vor allem in der postpartalen Phase erhöht. So werden beispielsweise bei Frauen mit affektiven Störungen in der postpartalen Phase etwa 3,5× so häufig affektive Episoden (v. a. depressive Episoden) beobachtet wie in der Schwangerschaft (Viguera et al. 2011). Insgesamt kommt es bei etwa 5 % aller Lebendgeburten zu depressiven Störungen. Deutlich seltener kommt es zu postpartalen Psychosen (1–2/1000 Lebendgeburten), diese treten vor allem bei Patientinnen mit bipolaren Störungen auf, aber auch bei Patientinnen mit einer Schizophrenie. Etwa 4 % aller Frauen mit einer postpartalen Psychose töten ihr Kind. Daher ist es wichtig, bei einer postpartalen Psychose immer evtl. vorhandene Gedanken bezüglich Kindstötung zu eruieren.