Was bringt die Zukunft? Wie wird es sein? Im Kontext der heute so drängenden Fragen wird mit Modellen, Szenarien und Analogien hantiert. Was früher göttlicher Vorsehung zugewiesen wurde oder der Auslegung von Scharlatanen und Sterndeutern überlassen blieb, wird in der Aufklärung zunächst hinterfragt und zunehmend zum Gegenstand rationaler Erkenntnisformen. Die Deutungshoheit in Sachen Wetter, Witterung und Klima liegt heute in den Händen von Modellierern, meist mit einem fachlichen Hintergrund in Physik, Mathematik und Meteorologie. Die komplexen Modelle sind nicht einfach zu durchdringen. Herrschaftswissen, das zunächst in der Scientific Community über Publikationen, auf Tagungen und Kongressen verbreitet und diskutiert wird, heute aber auch in sozialen und klassischen Medien sowie auf Internetportalen und in Talkshows sein Publikum findet. Verständlichkeit, didaktische Vereinfachung oder das Einlassen auf Medien galten lange Zeit eher als unwissenschaftlich und kratzten am wissenschaftlichen Image. Nach und nach wird klar, dass die Kommunikation mit der Politik und Öffentlichkeit sowie eine starke Medienpräsenz unabdingbar sind.

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Remember the Future

  • Rüdiger Glaser

摘要

Was bringt die Zukunft? Wie wird es sein? Im Kontext der heute so drängenden Fragen wird mit Modellen, Szenarien und Analogien hantiert. Was früher göttlicher Vorsehung zugewiesen wurde oder der Auslegung von Scharlatanen und Sterndeutern überlassen blieb, wird in der Aufklärung zunächst hinterfragt und zunehmend zum Gegenstand rationaler Erkenntnisformen. Die Deutungshoheit in Sachen Wetter, Witterung und Klima liegt heute in den Händen von Modellierern, meist mit einem fachlichen Hintergrund in Physik, Mathematik und Meteorologie. Die komplexen Modelle sind nicht einfach zu durchdringen. Herrschaftswissen, das zunächst in der Scientific Community über Publikationen, auf Tagungen und Kongressen verbreitet und diskutiert wird, heute aber auch in sozialen und klassischen Medien sowie auf Internetportalen und in Talkshows sein Publikum findet. Verständlichkeit, didaktische Vereinfachung oder das Einlassen auf Medien galten lange Zeit eher als unwissenschaftlich und kratzten am wissenschaftlichen Image. Nach und nach wird klar, dass die Kommunikation mit der Politik und Öffentlichkeit sowie eine starke Medienpräsenz unabdingbar sind.