1911–1920: Der Klimawandel erreicht mit 8 °C ein neues Niveau - die tödliche Hitze im Rekordsommer 1911 trifft Großstädte
摘要
Ein Jahrzehnt geht zu Ende, in dem die Temperaturen ein neues Niveau erreichen. Vor allem die Winter fallen milder aus, der Klimawandel nimmt Fahrt auf. Im Hitzesommer 1911 werden die Säuglingssterblichkeit und die Hitzefolgen zum bestimmenden Thema. Insbesondere die Großstädte sind betroffen. Im Ersten Weltkrieg zeigt sich das bekannte Muster besonders vulnerabler Gesellschaften. Nicht nur die unmittelbar am Krieg beteiligten Staaten, sondern auch die neutrale Schweiz ist von Mangel und Hunger folgenschwer betroffen. Wetter, Witterung und Klima nehmen direkt Einfluss auf die kriegerischen Auseinandersetzungen. Zugleich werden der Mangel und die schweren Folgen propagandistisch vereinnahmt. Bewusst wird auf Hungerjahre wie 1816, 1817 und 1770 verwiesen, die keine Kriegsjahre waren, um die Folgen des Krieges zu kaschieren und die Unausweichlichkeit von Katastrophen zu betonen.