Wenngleich Sportgroßveranstaltungen aus einer ökologischen Nachhaltigkeitsperspektive mindestens ambivalent zu betrachten sind, soll in diesem Beitrag aufgezeigt werden, wie die Kreislaufwirtschaft als Lösungsansatz der globalen Abfall- und Ressourcenproblematik im sportorganisatorischen Kontext auf verschiedenen Ebenen implementiert werden kann. Ausgehend von der Humanressource Sportevent-Volunteers und Bildungsinterventionen in Form von Volunteer-Trainings im Kontext der Sportgroßveranstaltung wird ein Transfergedanke angelegt, der darauf abzielt, Praktiken der Kreislaufwirtschaft in weite Bereiche der Gesellschaft zu übertragen. Die Sportevent-Volunteers werden hier in der Schlüsselrolle als doppelte Multiplikator*innen gesehen, die einerseits (kurzfristig) in Richtung der Zuschauenden sensibilisieren, andererseits längerfristig in ihr eigenes (Sport-)Ehrenamt und weitere Alltagsbereiche wirken können. Jenseits quantitativer Indikatoren wie 0,3 kg Abfall pro Zuschauer*in wird der Blick auf die Entwicklung einer Gestaltungskompetenz im Rahmen der non-formalen (Erwachsenen-)Bildung für nachhaltige Entwicklung gelegt. Vor dem Hintergrund der Übertragung von Bildungskonzepten (hier für Volunteers) auf andere Großveranstaltungen werden Transferpotentiale sichtbar, die es künftig bei der Organisation im Vorfeld, bei der Durchführung und bei der Wirkungsüberprüfung/Nachhaltigkeitsberichterstattungen von Sportgroßveranstaltungen zu berücksichtigen gilt.

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Sportgroßveranstaltungen als „Transmissionsriemen“ für ökologische Nachhaltigkeit im Aktionsbereich der Kreislaufwirtschaft: das Beispiel der EURO-2024-Volunteers

  • Stefan Schröder,
  • Jessica Süßenbach,
  • Steffen Greve,
  • Jason Kraus

摘要

Wenngleich Sportgroßveranstaltungen aus einer ökologischen Nachhaltigkeitsperspektive mindestens ambivalent zu betrachten sind, soll in diesem Beitrag aufgezeigt werden, wie die Kreislaufwirtschaft als Lösungsansatz der globalen Abfall- und Ressourcenproblematik im sportorganisatorischen Kontext auf verschiedenen Ebenen implementiert werden kann. Ausgehend von der Humanressource Sportevent-Volunteers und Bildungsinterventionen in Form von Volunteer-Trainings im Kontext der Sportgroßveranstaltung wird ein Transfergedanke angelegt, der darauf abzielt, Praktiken der Kreislaufwirtschaft in weite Bereiche der Gesellschaft zu übertragen. Die Sportevent-Volunteers werden hier in der Schlüsselrolle als doppelte Multiplikator*innen gesehen, die einerseits (kurzfristig) in Richtung der Zuschauenden sensibilisieren, andererseits längerfristig in ihr eigenes (Sport-)Ehrenamt und weitere Alltagsbereiche wirken können. Jenseits quantitativer Indikatoren wie 0,3 kg Abfall pro Zuschauer*in wird der Blick auf die Entwicklung einer Gestaltungskompetenz im Rahmen der non-formalen (Erwachsenen-)Bildung für nachhaltige Entwicklung gelegt. Vor dem Hintergrund der Übertragung von Bildungskonzepten (hier für Volunteers) auf andere Großveranstaltungen werden Transferpotentiale sichtbar, die es künftig bei der Organisation im Vorfeld, bei der Durchführung und bei der Wirkungsüberprüfung/Nachhaltigkeitsberichterstattungen von Sportgroßveranstaltungen zu berücksichtigen gilt.