„I sailed up a river with a pleasant wind […]“
摘要
Bereits in seinem ersten Buch A Week on the Concord and Merrimack Rivers (1849) zeigt sich Henry David Thoreau als großen Flusskundigen. In dem, im deutschsprachigen Raum kaum bekannten und oftmals unterschätzten Buch verbinden sich genaue Naturbetrachtungen an den beiden Flüssen mit philosophischen Reflexionen über den Menschen und sein Verhältnis zur Natur. Nicht zuletzt fallen auch die programmatischen Äußerungen zur Literatur und zum Schreiben ins Gewicht. So verwandelt Thoreau den Bericht über eine Flussreise zugleich in die Suche nach einem poetologischen und spirituellen Standort zu Beginn seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Im Beitrag zeichnet der Autor die Entstehung des Buches nach und untersucht, mit welchen literarischen Mitteln Thoreau Natur und Kultur der beiden Flussläufe sprachlich evoziert, und wie sich dessen Umsetzung zu seiner eigenen Poetik verhält.