„Wo ist der Fluss?“
摘要
Die Gedichtbände 42 Ansichten zu Warten auf den Fluss (2017) von Barbara Köhler und FlussLand Tagliamento (2020) von Esther Kinsky werden als Beiträge zu einer Flussdichtung gelesen, die unstete Flüsse von ihren Rändern (edges) her erkundet. Die beiden Dichterinnen sondieren in ihrem ‚New River Writing‘ auf je eigene Weise konkrete Flusslandschaften als Grenzreviere von Natur und Geschichte: Köhler öffnet angesichts der künstlich wiederbelebten Emscher neue Sprachräume; Kinsky liest im gestörten Gelände des vermeintlichen Naturparadieses Tagliamento.