Summen- und Durchschnittsutilitarismus
摘要
Sollten wir laut Utilitarismus die Summe oder den Durchschnitt an Nutzen maximieren? Summen- und Durchschnittsutilitarismus unterscheiden sich in ihren Implikationen nicht, solange unsere Handlungen keinen Einfluss auf die die Anzahl der existierenden Individuen haben. Wenn unsere Handlungen diese jedoch verändern, dann folgen völlig unterschiedliche Handlungsanweisungen. Der Summenutilitarismus impliziert, dass wir Kinder zeugen sollten, solange das die Nutzensumme erhöht; und zwar sogar dann, wenn dadurch das Leben aller existierender Individuen nur noch gerade so wert ist, gelebt zu werden. Der Durchschnittsutilitarismus vermeidet diese Implikationen, allerdings nur zu dem Preis, dass es dann unter gewissen Umständen geboten sein kann, Individuen mit schlechten Leben, anstatt Individuen mit guten Leben in Existenz zu bringen. Dieser Beitrag zeichnet die Unterschiede und Implikationen der beiden Varianten des Utilitarismus sowie möglicher Mischformen nach und zeigt auf, dass alle Varianten, die dem Durchschnittsnutzen moralisches Gewicht geben, an der Absurdität ihrer Implikationen scheitern.