Strafe fügt Leid zu und bedarf deshalb der moralischen Rechtfertigung. Der Utilitarismus ist in der Lage, eine Rechtfertigung zu liefern: Strafe kann aufgrund ihrer präventiven Wirkung nutzenmaximierend wirken. Das Problem, das sich dem Utilitarismus stellt, besteht darin, dass utilitaristisch begründete Strafe oftmals im Konflikt mit drei zentralen moralischen Intuitionen steht: 1. Keine Unschuldigen dürfen bestraft werden. 2. Ist jemand moralisch gravierend schuldig, so muss er bestraft werden. 3. Das Strafmaß muss dem Grad der moralischen Schuld entsprechen. Der Konflikt entsteht, weil der Utilitarismus als konsequentialistische Ethik zukunftsorientiert ist, während diese Intuitionen in die Vergangenheit blicken.

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Utilitarismus und Strafe

  • Julius Schälike

摘要

Strafe fügt Leid zu und bedarf deshalb der moralischen Rechtfertigung. Der Utilitarismus ist in der Lage, eine Rechtfertigung zu liefern: Strafe kann aufgrund ihrer präventiven Wirkung nutzenmaximierend wirken. Das Problem, das sich dem Utilitarismus stellt, besteht darin, dass utilitaristisch begründete Strafe oftmals im Konflikt mit drei zentralen moralischen Intuitionen steht: 1. Keine Unschuldigen dürfen bestraft werden. 2. Ist jemand moralisch gravierend schuldig, so muss er bestraft werden. 3. Das Strafmaß muss dem Grad der moralischen Schuld entsprechen. Der Konflikt entsteht, weil der Utilitarismus als konsequentialistische Ethik zukunftsorientiert ist, während diese Intuitionen in die Vergangenheit blicken.