Utilitarismus und Wirtschaftswissenschaft. Plädoyer für das Pareto-Prinzip
摘要
Nutzenvergleiche zwischen verschiedenen Menschen sind nicht überprüfbar und daher nicht wissenschaftlich. Unter der Annahme, dass die Menschen wissen, was ihnen nützt, ist es jedoch möglich, anhand ihrer Zustimmung zu überprüfen, was ihren Nutzen erhöht. Wenn zwei Menschen einem Vertrag zustimmen und der Staat gegen Verträge zu Lasten Dritter – z. B. Verträge zwischen Mafiosi und Kartellverträge – vorgeht, liegt dann überprüfbar eine Erhöhung des kollektiven Nutzens (eine sogenannte „Pareto-Verbesserung“) vor? Das Geflecht von Verträgen, das den Markt ausmacht, ist dann ein Mechanismus zur Generierung kollektiver Verbesserungen. Bei kollektiven Mehrheitsentscheidungen besteht dagegen die Gefahr, dass die überstimmte Minderheit mehr verliert als die Mehrheit gewinnt. Die „Glücksforschung“ anhand von Umfragen ist keine Alternative. Ob die staatliche Umverteilung verstärkt werden sollte oder schon viel zu weit geht, kann kein Utilitarist wissen.