Die Wohlfahrtsökonomie beschäftigt sich mit der Frage, ob und ggf. wie die Extensivierung und die Intensivierung marktförmiger Interaktionsverhältnisse „die Wohlfahrt“ steigert. Die Herausforderung besteht dabei insbesondere angesichts des Umstandes, dass der Marktprozess vermittels des in ihn eingeschriebenen Wettbewerbs regelmäßig Verlierer erzeugt. Dabei lassen sich drei Paradigmen unterscheiden: Das utilitaristische Paradigma stellt auf die Steigerung eines überpersönlichen Gesamtnutzens ab. Die konventionell-paretianische Wohlfahrtstheorie möchte nur dann von einer allgemeinen Wohlfahrtssteigerung sprechen, wenn niemand verliert. Gemäß der konsequent-paretianischen Wohlfahrtstheorie ist jeder selbst dafür verantwortlich, nicht zu den Verlierern zu gehören.

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Wohlfahrtsökonomie – Vom Scheitern des paretianischen sowie des utilitaristischen Paradigmas im Umgang mit den Verlierern des Wettbewerbs

  • Ulrich Thielemann

摘要

Die Wohlfahrtsökonomie beschäftigt sich mit der Frage, ob und ggf. wie die Extensivierung und die Intensivierung marktförmiger Interaktionsverhältnisse „die Wohlfahrt“ steigert. Die Herausforderung besteht dabei insbesondere angesichts des Umstandes, dass der Marktprozess vermittels des in ihn eingeschriebenen Wettbewerbs regelmäßig Verlierer erzeugt. Dabei lassen sich drei Paradigmen unterscheiden: Das utilitaristische Paradigma stellt auf die Steigerung eines überpersönlichen Gesamtnutzens ab. Die konventionell-paretianische Wohlfahrtstheorie möchte nur dann von einer allgemeinen Wohlfahrtssteigerung sprechen, wenn niemand verliert. Gemäß der konsequent-paretianischen Wohlfahrtstheorie ist jeder selbst dafür verantwortlich, nicht zu den Verlierern zu gehören.