Hitzewellen sind Extremwetterereignisse, in deren Rahmen Kinder und Jugendliche vielfältigen Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind. Das Spektrum der assoziierten Erkrankungen reicht von einem milden Sonnenstich über Muskelkrämpfe, Synkopen und Hitzeerschöpfung bis zum lebensbedrohlichen Hitzschlag mit hoher Letalität bei verzögerter Therapieeinleitung. Zudem hat die erhöhte thermische Belastung Auswirkungen auf multiple Organsysteme (beispielsweise kardiovaskuläres System und Lunge), birgt ein erhöhtes Risiko für prä- und perinatale Komplikationen (Frühgeburtlichkeit, niedriges Geburtsgewicht) und beeinflusst das Outcome verschiedener Grunderkrankungen (beispielsweise Atemwegserkrankungen und chronische Nierenerkrankungen) signifikant. Im Zuge der fortschreitenden anthropogen verursachten Klimakrise ist auch im deutschsprachigen Raum mit einer weiter steigenden Frequenz und Intensität von Hitzewellen zu rechnen. In der ambulanten und stationären pädiatrischen Versorgung sind somit Kenntnisse in der Pathophysiologie, Klinik, Diagnostik und Therapie hitze-assoziierter Erkrankungen und Komplikationen erforderlich. Strukturierten, koordinierten Präventionsprogrammen und Hitzeaktionsplänen kommt eine wichtige Bedeutung zu. Weitere Forschungsbestrebungen sind erforderlich, um Kinder und Jugendliche besser vor den Auswirkungen extremer Hitze zu schützen.

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Hitze

  • Lukas Häger,
  • Stefanie Haberger

摘要

Hitzewellen sind Extremwetterereignisse, in deren Rahmen Kinder und Jugendliche vielfältigen Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind. Das Spektrum der assoziierten Erkrankungen reicht von einem milden Sonnenstich über Muskelkrämpfe, Synkopen und Hitzeerschöpfung bis zum lebensbedrohlichen Hitzschlag mit hoher Letalität bei verzögerter Therapieeinleitung. Zudem hat die erhöhte thermische Belastung Auswirkungen auf multiple Organsysteme (beispielsweise kardiovaskuläres System und Lunge), birgt ein erhöhtes Risiko für prä- und perinatale Komplikationen (Frühgeburtlichkeit, niedriges Geburtsgewicht) und beeinflusst das Outcome verschiedener Grunderkrankungen (beispielsweise Atemwegserkrankungen und chronische Nierenerkrankungen) signifikant. Im Zuge der fortschreitenden anthropogen verursachten Klimakrise ist auch im deutschsprachigen Raum mit einer weiter steigenden Frequenz und Intensität von Hitzewellen zu rechnen. In der ambulanten und stationären pädiatrischen Versorgung sind somit Kenntnisse in der Pathophysiologie, Klinik, Diagnostik und Therapie hitze-assoziierter Erkrankungen und Komplikationen erforderlich. Strukturierten, koordinierten Präventionsprogrammen und Hitzeaktionsplänen kommt eine wichtige Bedeutung zu. Weitere Forschungsbestrebungen sind erforderlich, um Kinder und Jugendliche besser vor den Auswirkungen extremer Hitze zu schützen.