Vom einstmals einheitlichen Territorium über politische Trennung zu neuer grenzüberschreitender Zusammenarbeit: „EVTZ Europaregion Tirol – Südtirol – Trentino“
摘要
Die meisten alpinen EVTZ fanden mehr oder weniger organisch zueinander. Nicht ganz so einfach verlief die Gründung der „Europaregion Tirol – Südtirol – Trentino“ aus dem österreichischen Bundesland Tirol und den beiden autonomen italienischen Provinzen Bozen-Südtirol und Trentino. Denn sie hat im Gegensatz zu den anderen EVTZ in den Alpen einen außerordentlich komplizierten historischen Hintergrund. Die lange Zeit währenden politischen Probleme zwischen den beiden beteiligten Staaten Österreich und Italien konnten schließlich erst durch eine grundsätzliche Einigung ausgeräumt werden. Diese Sondersituation macht es nötig, genauer auf diesen EVTZ, seine Charakteristika und seine Entwicklung einzugehen. Der EVTZ umfasst eine Gesamtfläche von 26.245 km2. Davon entfallen auf das österreichische Bundesland Tirol 12.640 km2, auf das Land Südtirol, die Autonome Provinz Bozen-Südtirol 7398 km2 und auf die Autonome Provinz Trentino (Trient) 6207 km2. Die Europaregion hat heute 1,8 Mio. Einwohner und reicht in diesem zentralen Alpenraum von Bayern bis Norditalien, also vom Nordrand der Alpen bis zu ihrem Südrand. Sie stellt einen Übergangsraum zwischen Nord und Süd dar und besitzt damit eine Sonderstellung, die es sinnvoll erscheinen lässt, genauer auf sie einzugehen.