„Der Hörservice“ – ein vergessenes Best-Practice-Konzept der klinischen Geriatrie
摘要
Im klinisch-geriatrischen Versorgungskontext galt „er“ als Beispiel für Best Practice, wurde auf zahlreichen nationalen und internationalen Kongressen dieser Fachdisziplin im In- und Ausland sowie in vielen einschlägig bekannten geriatrischen Fachjournalen präsentiert und vom Deutschen Schwerhörigenbund e.V. als wegweisend bezeichnet. Die Rede ist vom heute in Vergessenheit geratenen „Service rund ums Hören – Wege zum besseren Verstehen“, kurz „Hörservice“ genannt. Hierbei fokussiert das für den geriatrischen Versorgungsbereich eines Krankenhauses entwickelte Konzept auf eine frühzeitige, multidisziplinäre Diagnostik von alltagsrelevanten Hörbeeinträchtigungen bei geriatrischen Patient:innen im Rahmen von deren stationärem Klinikaufenthalt. Ab 2002 wurde der „Hörservice“ für mehr als ein Jahrzehnt in dieser Klinik erfolgreich umgesetzt und überdies mit Erfolg unter dem Namen „Hörprojekt Hömma“ in die geriatrischen Versorgungskonzepte von zwei weiteren Kliniken eingebunden. Die Betonung liegt hierbei auf „wurde“, denn seit etlichen Jahren steht das Serviceangebot dort nicht mehr zu Verfügung. Doch die Problematiken, welche damals zur Konzeptidee führten, sind heute, nicht zuletzt in Anbetracht der demografisch bedingt stetig wachsenden Anzahl hörbeeinträchtigter (nicht nur) geriatrischer Patient:innen präsenter denn je. Sich am nachfolgend beschriebenen „Hörservice“ orientierende Konzepte könnten einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Pflege- und Versorgungsqualität dieser Patientenklientel leisten.