„Hej! Sag’ mal, schläfst Du?“ Benjamin stößt seinen Kommilitonen vorsichtig an. Sie sitzen gerade gemeinsam vor dem Seminarraum, in dem sie gleich an sich selbst die Frenzel-Brille und andere physiologische Untersuchungsmethoden ausprobieren sollen. „Was? Wer?“, Jasper schreckt auf und ist für den Bruchteil einer Sekunde orientierungslos. „Müssen wir rein?“, fragt er, als er realisiert, wo er sich befindet. „Äh, ne, noch nicht. Aber sag mal, hast Du gestern ordentlich gefeiert oder was ist los mit Dir?“ Jasper gähnt lautstark und schüttelt den Kopf. „Ne, ich feiere in letzter Zeit nicht, ich bin stehend K. o. und dankbar für Schlaf, Schlaf und nochmal Schlaf.“ „Weil …?“, fragt Benjamin weiter, „… Du so viel lernst? … Deine neue Freundin dich auf Trab hält? … Du einen neuen Nebenjob hast?“ Wieder schüttelt Jasper den Kopf: „Ich lerne gerade nur wenig, weil ich zu müde bin. Meine neue Freundin übernachtet nur selten bei mir, weil ich zu viel schnarche, sagt sie. Und einen neuen Job könnte ich gerade eher im Schlaflabor machen. Ich sag Dir, wenn wir gleich ein EEG ableiten sollten, siehst Du bei mir nur Theta-Wellen.“ Er grinst, bevor er schon wieder gähnen muss. Benjamin denkt über das Gesagte nach. „Vielleicht wäre das mit dem Schlaflabor echt mal eine Option!?“, fragt er. „Ach Quatsch!“, wehrt Jasper entschieden ab. Aber dann wird er doch etwas unsicher. Er schaut Benjamin fragend an: „Meinst Du das wirklich?“ „Sorry, aber so ganz normal klingt das alles nicht, also ja, meine ich. Obwohl Du schläfst, und zwar genug, geht’s Dir nicht gut. Vielleicht stimmt was mit Deinem Schlaf nicht. Irgendeinen Grund muss es ja dafür geben, dass Du so fertig bist. Geh doch mal hier ins Uni-Klinikum zum Schlaflabor, schaden kann es nicht.“ Jasper nickt nachdenklich und geht mit Benjamin in den Seminarraum.

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Schlafapnoesyndrom (SAS)

  • Martina Kahl-Scholz

摘要

„Hej! Sag’ mal, schläfst Du?“ Benjamin stößt seinen Kommilitonen vorsichtig an. Sie sitzen gerade gemeinsam vor dem Seminarraum, in dem sie gleich an sich selbst die Frenzel-Brille und andere physiologische Untersuchungsmethoden ausprobieren sollen. „Was? Wer?“, Jasper schreckt auf und ist für den Bruchteil einer Sekunde orientierungslos. „Müssen wir rein?“, fragt er, als er realisiert, wo er sich befindet. „Äh, ne, noch nicht. Aber sag mal, hast Du gestern ordentlich gefeiert oder was ist los mit Dir?“ Jasper gähnt lautstark und schüttelt den Kopf. „Ne, ich feiere in letzter Zeit nicht, ich bin stehend K. o. und dankbar für Schlaf, Schlaf und nochmal Schlaf.“ „Weil …?“, fragt Benjamin weiter, „… Du so viel lernst? … Deine neue Freundin dich auf Trab hält? … Du einen neuen Nebenjob hast?“ Wieder schüttelt Jasper den Kopf: „Ich lerne gerade nur wenig, weil ich zu müde bin. Meine neue Freundin übernachtet nur selten bei mir, weil ich zu viel schnarche, sagt sie. Und einen neuen Job könnte ich gerade eher im Schlaflabor machen. Ich sag Dir, wenn wir gleich ein EEG ableiten sollten, siehst Du bei mir nur Theta-Wellen.“ Er grinst, bevor er schon wieder gähnen muss. Benjamin denkt über das Gesagte nach. „Vielleicht wäre das mit dem Schlaflabor echt mal eine Option!?“, fragt er. „Ach Quatsch!“, wehrt Jasper entschieden ab. Aber dann wird er doch etwas unsicher. Er schaut Benjamin fragend an: „Meinst Du das wirklich?“ „Sorry, aber so ganz normal klingt das alles nicht, also ja, meine ich. Obwohl Du schläfst, und zwar genug, geht’s Dir nicht gut. Vielleicht stimmt was mit Deinem Schlaf nicht. Irgendeinen Grund muss es ja dafür geben, dass Du so fertig bist. Geh doch mal hier ins Uni-Klinikum zum Schlaflabor, schaden kann es nicht.“ Jasper nickt nachdenklich und geht mit Benjamin in den Seminarraum.