Innovation durch Vielfalt – mit Weltethos die Zukunft gestalten
摘要
Die großen globalen Herausforderungen – Kriege, Migration, Klimakrise, Verfolgung und Diskriminierung oder wirtschaftliche Unsicherheiten – sind mehr als nur Nachrichten. Sie haben konkrete Auswirkungen auf die Orte, an denen wir leben und arbeiten. Hinzu kommt, dass wir aufgrund der Vielfalt menschlicher Hintergründe auch aus unterschiedlichen Perspektiven auf diese Herausforderungen blicken. Wie also können wir ihnen im Alltag so begegnen, dass aus unseren unterschiedlichen Sichtweisen eine gemeinsame Zukunftsvision entsteht? Hier ist ein erweitertes Verständnis von Diversitätsmanagement erforderlich, mithilfe dessen sich die Vielfalt der Themen mit der Fülle an Weltanschauungen konstruktiv in den Dialog bringen lässt. Das ist leichter gesagt als getan. Erstens sind die globalen Herausforderungen gewaltig. Und zweitens lässt sich Diversity Management – obwohl es viel beschworen und regulatorisch immer stärker eingefordert wird – in der Praxis oft schwer umsetzen. Inwiefern es gelingen kann, scheint davon abzuhängen, ob und unter welchen Bedingungen Vielfalt in unterschiedlichen Kontexten und mit Blick auf vielfältige Problemlagen zum Treiber für Innovation und gemeinsame Ziele werden kann. Davon, wie man trotz Differenzen im Dialog über eine lebenswerte Zukunft miteinander gestaltend aktiv wird. Das ist keine einfache, doch eine dringend erforderliche Aufgabe, vor der wir alle stehen. Mit diesem Beitrag soll daher ein Verständnis von Diversity und Dialog-Management für die Praxis vorgeschlagen werden, das am Leitfaden des Projekt Weltethos von Hans Küng und in Anerkennung einiger interdisziplinärer theoretischer Grundlagen versucht, menschliche Vielfalt mit Blick auf eine Fülle an globalen Herausforderungen konstruktiv zu verschränken. Es geht darum, herauszufinden, wie sich Diversitätsmanagement in Anerkennung von Differenz so gestalten lassen könnte, dass eine gemeinsame Gestaltung der Zukunft als machbar und erstrebenswert erlebt werden kann. Und es geht vor allem darum, dies aktiv an denjenigen Orten zu probieren, an denen wir einen Großteil unserer Lebenszeit verbringen: In der Arbeit.