Emigration aus dem Deutschen. Exophonie im Doktor Faustus
摘要
Im kalifornischen Exil schrieb Thomas Mann seinen Faustus-Roman fernab des deutschen Literaturpublikums, das er verloren hatte – und letztlich im Bewusstsein, dass er auf Dauer wohl auch Deutschland und sogar die deutsche Sprache, das Schreiben auf Deutsch, würde verloren geben müssen. Dieser Beitrag sieht den Stellenwert des Faustus-Romans für die Werkchronik und internationale Bedeutung des Autors darin, dass sich hier mit allen kulturellen und ästhetischen Konsequenzen die Emigration Thomas Manns aus seinem bis dahin wichtigsten Schaffenselement, der deutschen Sprache, vollzieht. Auf den Spuren Leverkühns beschreitet der Schriftsteller den Weg in die doppelte Exophonie: ins Englische und in die Musik.