Trans* Feministische Perspektiven auf philosophische Epistemologie und Wissenschaftstheorie
摘要
Wer oder was ist eine Frau? Und wer oder was ist es nicht? Mit dieser Doppelfrage befinden wir uns direkt im Zentrum sowohl epistemologischer als auch wissenschaftlicher bzw. wissenschaftstheoretischer Auseinandersetzungen um und mit verschiedensten Feminismen und ihren Antipoden: Woran erkennen wir Weiblichkeit – sowohl konzeptuell (epistemologisch) als auch empirisch-wissenschaftlich? Mein Argument auf den folgenden Seiten ist im Kern dieses: (1) Es gibt keinen Feminismus ohne trans* Feminismus. Denn Trans*Geschlechtlichkeit ist immer schon konstitutiv, sowohl für feministische als auch für anti-feministische Theorien. (2) Trans* Feminismus muss ein Materialismus sein. Denn die Frage nach dem Wesen der (trans*) Weiblichkeit verweist direkt auf ↗Verkörperung, Biologie und Reproduktion im engeren Sinne. (3) Ein trans* feministischer Materialismus zeigt immer wieder auf, dass Geschlechterfragen im Kern trans* Fragen sind und entwirft zu diesen Fragen konkrete, materialistische Antworten.