Queere Wissenschaftstheorie
摘要
Ausgangspunkt einer Queeren Wissenschaftstheorie ist die Dekonstruktion von Normen insbesondere die Dekonstruktion der Annahmen eines natürlichen Geschlechts, einer natürlichen Zweigeschlechtlichkeit und der daraus vermeintlich folgenden Heterosexualität. Identitätskategorien wie sex und gender werden in einem Wechselverhältnis zueinander verstanden, die sich gegenseitig bedingen und gesellschaftlich konstruiert sind. Queere Wissenschaftstheorien basieren auf Konzepten der Heteronormativitätskritik, Identitätskritik und Intersektionalität, die eine binäre Logik infrage stellen. Damit gehen sie über feministische Erkenntnis- und Wissenschaftstheorien hinaus und entwickeln die Konzepte einer feministischen Epistemologie des situierten Wissens und der feministischen Standpunkttheorie weiter. Sie beziehen dabei aktuelle Ansätze wie etwa der Trans* und Diversity Studies, der Intersektionalitätskonzepte, der post- und dekolonialen Theorien oder des Neomaterialismus mit ein.