In diesem Beitrag soll aufgezeigt werden, wie die Rede, Markierung bzw. Zuschreibung der Schwererreichbarkeit migrantischer Gruppen mithilfe von Community-Forschung und diversitätssensiblen Angeboten dekonstruiert werden kann. Denn aus ihrer Perspektive erscheint die Mehrheitsgesellschaft einschließlich ihrer Ressourcen als schwer zugänglich. Zudem wird dafür plädiert, die mit digital gestützter Prävention und Gesundheitsförderung einhergehenden Potenziale auch für Neuzugewanderte nutzbar zu machen, damit sie Gesundheitsinformationen in ihren individuellen (digitalen) Lebenswelten finden, verstehen, bewerten und im Sinne ihrer Gesundheit anwenden können. Im Sinne der Befähigungsgerechtigkeit sehen wir dies als Grundlage für das Funktionieren einer pluralen Gesellschaft an. Am Beispiel von kollaborativ produzierten Filmen zu unterschiedlichen Themen im Stadtteillabor Bochum-Hustadt werden in diesem Beitrag die Prozesse näher beleuchtet, welche den Zugang zu gesundheitsrelevanten Ressourcen erleichtern sollen. Dieser Artikel blickt dabei aus einer postmigrantischen Perspektive auf den digital divide und möchte auf eine diesbezügliche Forschungslücke aufmerksam machen.

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Die Rede von der Schwererreichbarkeit dekonstruieren: Die digitale Diversitätslücke bei Gesundheitsinformationen als Hürde für Prävention und Gesundheitsförderung

  • Christiane Falge,
  • Silke Betscher,
  • Anna Geldermann,
  • Saskia Jünger

摘要

In diesem Beitrag soll aufgezeigt werden, wie die Rede, Markierung bzw. Zuschreibung der Schwererreichbarkeit migrantischer Gruppen mithilfe von Community-Forschung und diversitätssensiblen Angeboten dekonstruiert werden kann. Denn aus ihrer Perspektive erscheint die Mehrheitsgesellschaft einschließlich ihrer Ressourcen als schwer zugänglich. Zudem wird dafür plädiert, die mit digital gestützter Prävention und Gesundheitsförderung einhergehenden Potenziale auch für Neuzugewanderte nutzbar zu machen, damit sie Gesundheitsinformationen in ihren individuellen (digitalen) Lebenswelten finden, verstehen, bewerten und im Sinne ihrer Gesundheit anwenden können. Im Sinne der Befähigungsgerechtigkeit sehen wir dies als Grundlage für das Funktionieren einer pluralen Gesellschaft an. Am Beispiel von kollaborativ produzierten Filmen zu unterschiedlichen Themen im Stadtteillabor Bochum-Hustadt werden in diesem Beitrag die Prozesse näher beleuchtet, welche den Zugang zu gesundheitsrelevanten Ressourcen erleichtern sollen. Dieser Artikel blickt dabei aus einer postmigrantischen Perspektive auf den digital divide und möchte auf eine diesbezügliche Forschungslücke aufmerksam machen.